Gute Praxis

So gelingt Klimakommunikation

Lassen Sie sich inspirieren: Zahlreiche Kommunen in Baden-Württemberg zeigen mit innovativen Kommunikationsprojekten, wie Klimaschutz vor Ort lebendig wird.
Entdecken Sie Beispiele, die Menschen bewegen.

 

Mit humorvollen Mitteln wurden die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Mörsch in Rheinstetten auf die anstehende Ausbauplanung des Nahwärmenetzes und einer nachhaltigen Wärmeversorgung aufmerksam gemacht und zum Mitmachen aufgefordert.

Auf der Projektwebsite, der Website der Stadt und bei der Informationsveranstaltung wurden Bürgerinnen und Bürger aktiv aufgefordert, an der Ausbauplanung des Nahwärmenetzes mitzuwirken. Die Kampagne „SaudurchsDorf“ nutzte provokantes Design, auffällige Sprache und lokale Metaphern, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und niedrigschwellig ins offene Gespräch zwischen Stadtverantwortlichen und Bewohnerinnen und Bewohner zu kommen. Über Plakate, Boden-Graffitis, soziale Medien, im städtischen Amtsblatt und bei öffentlichen Veranstaltungen wurde „die Sau durchs Dorf getrieben“ und somit mit einem Augenzwinkern Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum erzeugt. 


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Die Stadt Rheinstetten setzte sich mit ihrer Kampagne für mehr Biodiversität im Siedlungsbereich ein. Dafür förderte sie naturnahes Gärtnern und gestaltete öffentliche Flächen insektenfreundlich um. 

Mittels gezielter Aktionen und Maßnahmen wurde ein öffentlicher Dialog initiiert, um für das Thema Resilienz durch Begrünung zu sensibilisieren und die Tier- und Artenvielfalt zu erhalten. Die Stadt selbst nahm eine Vorbildrolle ein. Mit der Umgestaltung ihres Gartens trugen die Bürgerinnen und Bürger dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und – so der kommunizierte Co-Benefit – dabei ihre eigene psychische Gesundheit zu stabilisieren. Der Garten wurde zum Handlungsraum – die Kampagne zielte auf Selbstwirksamkeit ab.


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Mit der Kampagne „Du und Deine Stadt – Wir sind Pr(Kl)ima!“ setzt Schwetzingen seit 2024 neben konkreten Klimaschutzmaßnahmen auf eine emotionale Ansprache, um Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteure für Klimaschutz zu gewinnen.

Bisher werden eine gut aufbereitete Informationsbroschüre zum Download (pdf) angeboten und ein „Klimaschutz-Newsletter“ verschickt. Die gesamten Kommunikationsmaßnahmen der Broschüre zielen darauf ab, die Motivation für weiteren Klimaschutz aufrecht zu halten und zu steigern: So wirft sie einen Blick auf die bereits erreichten Meilensteine (Botschaft: Wir haben schon viel geschafft) und auf anstehende Zukunftsprojekte im Klimaschutz (Botschaft: Wir wissen, was wir konkret tun können). Das Thema nachhaltige Versorgung steht dabei im Zentrum. Außerdem stellt sie Klimaschutzangebote vor der Haustür vor und gibt 17 Tipps, wir jeder und jede im Alltag etwas zum Klimaschutz beitragen kann („Kleine Tipps mit großer Wirkung“). Letzteres wird auch durch echte Positivbeispiele Schwetzinger Bürgerinnen und Bürger, die zum Nachahmen einladen sollen, veranschaulicht.


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Im Rahmen des bundesweiten Förderprojektes „Stadtquartier 2050“ setzte die Stadt Überlingen für ein bestehendes Wohnviertel eine nahezu klimaneutrale Energieversorgung um. Sie begleitete den Umbau mit einem zielgruppengerechten Informations- und Partizipationsprozess.

Eigentümergruppen wurden durch Informationsveranstaltungen in den Sanierungsfahrplan integriert und zu Investitionen motiviert. Es wurde außerdem eine Quartiers-App für die Bewohner und Bewohnerinnen entwickelt, um einen Anreiz für klimabewusstes Leben zu schaffen. Diese visualisierte Energieverbräuche (Strom, Wärme, Warmwasser, Kaltwasser) des eigenen Haushalts sowie des gesamten Quartiers. Zudem beinhaltet die App Q&A und Tipps für ein klimabewusstes Leben. Zur besseren Nutzung lokal erzeugter erneuerbarer Energie wurde zusätzlich ein selbstlernendes Informationssystem entwickelt – der GridOptimizer. Es informierte die Nutzerinnen und Nutzer anhand ihres Strom- und Wärmebedarfs sowie Wetterprognosen darüber, wann besonders viel erneuerbare Energie zur Verfügung steht


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Bereits zum zweiten Mal fand die Klimawerkstatt in Meckesheim statt. Die mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern entwickelten Ideen für ein gutes, treibhausgasneutrales Leben in Meckesheim wurde in selbstständigen Arbeitsgruppen ausgearbeitet und weiterverfolgt. Ziel war eine verbesserte Motivation der Bürgerschaft zu mehr Klimaschutz. 


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Das Klimaschutz-Netzwerk Weinheim bringt engagierte Menschen zusammen, um gemeinsam Projekte für ein klimafreundliches Weinheim zu entwickeln – konkret, wirksam und mit Spaß an der Sache. Ziel ist es, gemeinsam konkrete, alltagsnahe Projekte umzusetzen, die Klimaschutz erlebbar machen und breite Wirkung entfalten. Die Treffen finden vierteljährlich statt und dienen dem Austausch, der Projektvorstellung und Organisation. Zwischen den Treffen läuft die Kommunikation über die Austauschplattform „Zweiburgenhelden“. 


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Die Stadt Asperg setzt in der Klimakommunikation auf Humor und Bürgernähe: In Anlehnung an das historische Stadtwahrzeichen, den „Asperger Esel“, hat die Stadtverwaltung eine eigene Auszeichnung ins Leben gerufen – die Esels-Plakette. Diese Marke steht für sichtbares Engagement im Klimaschutz und wird seit 2021 jährlich vergeben.

Jedes Jahr steht unter einem anderen Themenschwerpunkt aus dem Klima- und Energiebereich. Bürgerinnen und Bürger können sich mit passenden Maßnahmen bewerben und – bei erfolgreicher Teilnahme – die entsprechende Plakette erhalten, die viele stolz an ihrem Haus anbringen. Sie soll nicht nur bestehende Leistungen sichtbar machen, sondern auch zum Mitmachen anregen.


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Der Landkreis Freudenstadt entwickelte sein nachhaltiges Kreisentwicklungskonzept in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren.

Folgende Formate und Kanäle wurden zur Kommunikation genutzt:

  1. Nachhaltigkeitskonferenzen: Zwei Präsenzveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger und Akteure

  2. Schulwettbewerb unter den Schulen im Landkreis Freudenstadt mit über 200 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern

  3. Online-Beteiligung: Digitale Plattform zur Mitwirkung und Ideeneinreichung (PINmit)

  4. Webseite: Zentrale Informationsquelle mit allen Details zum Projekt, Dokumenten und Ergebnissen

  5. Pressemitteilungen/Öffentlichkeitsarbeit: Infos an lokale Medien


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Die Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger wurden aktiv bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts in einem umfangreichen Beteiligungsprozess eingebunden. Die Einladung zur Beteiligung rückte die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung einer lebenswerten Stadt in den Vordergrund – nicht das Thema Klimaschutz an sich. Um möglichst viele Menschen zu erreichen und einzubeziehen, wurde das Thema über positive Leitbegriffe wie Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität und gemeinsames Gestalten vermittelt.


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Der Verein Nachhaltige Zukunft Waldstetten e.V. wurde im Jahr 2019 von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet und setzt sich für eine „ganzheitliche Nachhaltigkeit“ in der Gemeinde Waldstetten und der Region ein. Im Zentrum stehen dabei Informations- und Aufklärungsveranstaltungen und die Förderung von klimaschützenden Maßnahmen. Bei lokalen Aktionen wie dem Stadtradeln oder durch Infoangebote zu Balkonkraftwerken zeigt der Verein konkrete, alltagsnahe Möglichkeiten auf, um selbst aktiv zu werden. Diese niedrigschwelligen Formate stärken das Gefühl von Selbstwirksamkeit: Menschen erleben, dass ihr eigenes Handeln zählt – und dass Klimaschutz vor Ort beginnt. Durch gemeinschaftliches Tun entsteht eine positive Vision für eine nachhaltige Zukunft, die greifbar und machbar wirkt.


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Die Neckarsulmer Klimawoche macht Klimaschutz durch ein vielseitiges Programm aus Mitmachaktionen, Vorträgen, Tauschbörsen und Informationsangeboten lokal erlebbar, verständlich und umsetzbar. Ziel ist es zu zeigen, dass Klimaschutz im Alltag beginnt, Jede und Jeder etwas beitragen kann und gemeinschaftliches Handeln wirken kann. Vielfältige Mitmachaktionen wie Kleidertausch, Fahrradbörse oder Earth Hour machen Klimaschutz alltagsnah erlebbar und stärken das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können.


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Fighters For Future ist ein Onlinespiel und CO2-Einsparwettbewerb. Das Ziel: Mit Gamification-Ansatz private Klimaschutzmaßnahmen im Alltag aktivieren und fördern.Über das Spiel sollen private Klimaschutzmaßnahmen im Alltag aktiviert und gefördert werden. Der Call to Action ist klar: „Werde zum Klima-Fighter und kämpfe für eine bessere Zukunft. Erfülle Quests und sammle Erfahrungspunkte!“ Die Tonalität des Spiels ist locker, motivierend und wettbewerbsorientiert – sie spricht die Teilnehmenden direkt an und nutzt Gamification-Elemente wie Rankings, Teamnamen und Belohnungen.


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Die Online-Plattform TEAM KLIMA ist eine Klimaschutz-Initiative des Landkreises Göppingen. Sie vernetzt Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen und Unternehmen, um gemeinsam klimafreundliches Handeln zu fördern. Die Plattform bietet Tipps, Mitmachaktionen, Veranstaltungen und einen CO₂-Rechner. Ziel ist es, durch gute Beispiele und gemeinsames Engagement den Klimaschutz in der Region sichtbar und wirksam zu machen.


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Projekt

Klimakommunikation

Das Projekt Klimakommunikation Baden-Württemberg hilft, Klimaschutz- und Klimafolgenanpassung professionell und wirkungsvoll zu vermitteln. Das Angebot richtet sich gezielt an Mitarbeitende aus Kommunen in Baden-Württemberg. 
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Alles auf einen Blick

Toolkit

Vorlagen, Leitfäden und bewährte Methoden finden Sie im Toolkit.

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Netzwerk Klimakommunikation

Sie bieten selbst Seminare an oder möchten Kommunen bei der Klimakommunikation unterstützen? Sie möchten sich mit Gleichgesinnten vernetzen und gemeinsam vorankommen? Dann melden Sie sich gerne bei Konstanze Stein