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angle-left 14.12.2020: Weihnachtsbäume

Pressemitteilung

14.12.2020

Weihnachtsbäume, welche die Umwelt schonen

Dieses Jahr ist vieles anders als sonst, eines jedoch bleibt: Was wäre Weihnachten ohne den festlich geschmückten Baum!

Die Umweltakademie Baden-Württemberg rät beim bevorstehenden Kauf und der Auswahl der Bäume unbedingt auf deren Umweltfreundlichkeit
zu achten. „In den letzten Jahren hat sich der Weihnachtsbaum zu einem Umweltthema entwickelt. Denn um die Vielzahl der Bäume pünktlich liefern zu können, werden sie auf speziellen Monokulturflächen gezüchtet.

Dabei werden oft Pestizide gegen Unkraut und Insektizide gegen Rüsselkäfer und Läuse eingesetzt. Hinzu kommen spezielle Mineraldünger,
die für einen geraden Wuchs und eine intensive Farbe der Nadeln sorgen“, erklärt Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie Baden-
Württemberg. Diese Gifte schaden zunächst den Böden, Gewässern und Ökosystemen, später im Wohnzimmer auch unserer Gesundheit.

Nicht zu vernachlässigen sei auch der Flächenverbrauch der Monokulturen. Umweltfreundlich produzierte Weihnachtsbäume gebe es dagegen aus heimischen Wäldern oder speziellen Anbauflächen. Dort könne man Fichten, Tannen oder Kiefern bedenkenlos kaufen. „Der regionale Kauf
spart teure und umweltbelastende Transportkosten, darüber hinaus kann man sich vor Ort über die Anbaubedingungen erkundigen. Zudem gibt es immer mehr Ökoplantagen, auf denen die Bäume mit Siegeln wie Bioland, FSC oder Naturland zertifiziert werden. Dort werden die Weihnachtsbäume meist in Mischkulturen angebaut und auch nicht mit Pestiziden behandelt“, weiß Hutter.

Der Trend nach Regionalität verstärke sich erfreulicherweise zwar, so die Umweltakademie, doch leider seien immer noch zu viele Weihnachtsbäume aus überdüngten, pestizidbelasteten Monokulturen im Umlauf. Genaues Hinschauen und vorheriges Informieren sei daher ratsam.

Bevor der Baum im Januar zur Sammelstelle gebracht wird, solle man diesen unbedingt abschmücken. Nur so könne der Baum kompostiert
werden.

Hintergrund:

In deutschen Wohnzimmern ist die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Nordmanntanne besonders beliebt. Insgesamt
rund 29 Millionen Bäume wurden 2019 gekauft, der Großteil davon stammt von eigens angelegten Weihnachtsbaumplantagen. Die ältesten Überlieferungen von geschmückten Weihnachtstannen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Damals fand man sie bei den städtischen Handwerkern in der Zunft. Die Handwerker brachten die Tradition schließlich auch ins eigene Haus. Wo heute bunte Christbaumkugeln, Lametta und Lichterketten hängen, hingen damals kleine Leckereien wie Äpfel, Gebäck, Datteln und Nüsse. Anfangs eher eine Seltenheit sind Tannenbäume heutzutage eines der wichtigsten Symbole der Weihnachtszeit.