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06.08.2019: Wissen schützt vor Wespenstichen

Meldung

06.08.2019

Wissen schützt vor Wespenstichen

Fachberater/-innen für Hornissen- und Wespenfragen
Qualifizierte Fachberater/-innen für Hornissen- und Wespenfragen
Quelle: © Hiltrud Wilhelmi

Die Umweltakademie qualifiziert 50 neue Fachberater/-innen für Hornissen- und Wespenfragen 2019 in Kooperation mit den Naturschutzzentren Südschwarzwald, Eriskirch und dem Umweltbildungszentrum Listhof.

Soziale Faltenwespen, zu denen unsere besonders geschützten und friedfertigen Hornissen zählen, leben gern im menschlichen Siedlungsraum.

Einen Großteil von ihnen wird man kaum bemerken und die meisten sind recht friedfertig, wenn Sie nicht bedrängt und massiv gestört werden.

Sie bauen ihre Nester zum Teil in dunklen Höhlen, in verlassenen Mauselöchern oder an geschützten Stellen - etwa in Hecken, unter Dachvorsprüngen, in Schuppen, auf Dachböden sowie auch schon mal in Rollladenkästen.

Nur für die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die oftmals größere Völker aufbauen, ist das Nahrungsangebot an unseren Kaffee- und Grilltischen attraktiv, so dass es zu Konflikten kommen kann.

Was also tun im Umgang mit Wespen?

Die gute Nachricht:

Wespennester werden immer nur für ein Jahr genutzt, ab Oktober/November sterben die Völker ab, nur Jungköniginnen überwintern an frostgeschützten Orten.

Die oberste Regel: Es gilt Ruhe zu bewahren und schnelle Bewegungen zu vermeiden - also keine Panik! Wahren Sie Abstand zu Nestern. Wespen werden unruhig, wenn sie meinen, ihr Nest verteidigen zu müssen.

Stiche sind schmerzhaft, aber in der Regel ungefährlich.

Stiche im Bereich des Gesichtes, insbesondere der Atemwege, könnten jedoch gefährlich werden: Vermeiden Sie süße Getränke und Speisen im Freien, nutzen sie Abdeckungen für Trinkgefäße. Achten Sie darauf, keine Wespe mitzuessen.

Insektengitter an Fenster und Türen halten Insekten aus dem Wohnbereich.

Allergiker allerdings sollten im Fall eines Stiches sofort einen Arzt aufsuchen. Idealerweise haben Allergiker stets ein Notfallset bei sich und unterziehen sich einer Hyposensibilisierung.

Wer hilft im Fall der Fälle?

Die Umweltakademie Baden-Württemberg hat ein landesweites Netzwerk von ehrenamtlichen Fachberatern Artenschutz aufgebaut. Kontakte können Sie bei der Unteren Naturschutzbehörde Ihrer Land- oder Stadtkreisverwaltung erfragen.

Die ehrenamtlichen Fachberater wurden in Qualifizierungskursen geschult: Von der Beratung bis zur Umsiedlung (bei Hornissen nie ohne behördliche Ausnahme-Genehmigung) können Sie ihnen helfen.