Nachhaltigkeit im Kindergarten

Projektinhalte

Der Natur so nah: Naturerlebnisse wecken nicht nur die Entdeckerfreude, sie führen auch zu Wissen über die Natur und sind damit elementar für die Bildung von Umweltbewusstsein und die Basis für nachhaltiges Handeln in unserer Gesellschaft. Das Wissen über ökologische Zusammenhänge, über Heimat und Tradition ist eine Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

Bereits bei den Kleinsten im Kindergartenalter kann hierfür der Grundstein gelegt werden. Landesweit hat die Umweltakademie Baden-Württemberg ehrenamtliche Nachhaltigkeitsmentoren für den Elementarbereich ausgebildet, die die Kindergärten bei ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Die im Vorschulbereich Tätigen (Erzieherinnen und Erzieher und die in den Fachschulen für Sozialpädagogik Studierenden) begleitet die Umweltakademie durch Fortbildungsseminare und mit passenden Materialien, Kinderbüchern und Handbüchern für Multiplikatoren.

Übernehme Verantwortung für dich selbst, dein Handeln und den Umgang mit Natur und Umwelt – das Projekt „KiNa – Kindergarten und Nachhaltigkeit“ will Kinder genau dafür motivieren.

Interesse an der Natur wecken

Eine aktive Auseinandersetzung mit der Artenvielfalt und den heimischen Landschaften findet kaum mehr statt. Sie ist jedoch elementare Voraussetzung für den Erwerb von Naturwissen, die Bildung von Umweltbewusstsein und damit für eine nachhaltige Entwicklung. Deshalb ist es äußerst wichtig, Kindern die Natur und damit verbundene Erlebnisse zugänglich zu machen. Bereits im vorschulischen Bereich gilt es die Kinder auf Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt, Gesundheit, regionaler und umweltverträglicher Landwirtschaft und dem eigenen Lebensstil aufmerksam gemacht.

Nachhaltigkeit leben

Zunehmend verschwindet auch das Wissen über Herkunft, Verarbeitung und unnachahmlicher Geschmacksvielfalt unserer Lebensmittel. Diese Wissenserosion erfasst besonders die junge Generation unserer Gesellschaft. Trinkt man nur süße Limonade und beißt allenfalls mal in einen argentinischen, glatt polierten grünen Apfel, kennt man den Geschmack von Äpfeln aus heimischen Streuobstwiesen nicht. Das Geschmacksempfinden unserer Kinder ist bereits vielfach auf intensive künstliche Geschmacksstoffe der Lebensmittelindustrie getrimmt und stuft natürliche Aromen als fad ein.

Nachhaltig konsumieren heißt auch, sich über die Folgen des eigenen Konsums bewusst zu sein und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Nachhaltig einkaufen bedeutet, sich über Herkunft und Herstellung der Produkte zu informieren: Werden Menschenrechte und Umweltschutz hierbei beachtet? Nachhaltigkeit bedeutet auch Fairness. Der Kauf von Produkten aus fairem Handel ermöglicht den Menschen in den produzierenden Ländern einen gerechten Lohn. Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils können bereits im Kindergarten thematisiert und vorgelebt werden.

Naturerlebnisse gezielt fördern

Mehr denn je ist es wichtig, Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen und ihnen die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu erklären. Diese Artenkenntnisse führen zum Verstehen von ökologischen Zusammenhängen innerhalb eines Lebensraumes und in unserer Kulturlandschaft. Damit auch schon die Kinder lernen, Sachverhalte zu bewerten und zu beurteilen, muss unser Handeln in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext stattfinden, also soziale und ökonomische Belange miteinbinden. Erst dann kann Handlungskompetenz zur nachhaltigen Entwicklung oder die sogenannte Gestaltungskompetenz erworben werden. Dieser Vorgang setzt natürlich zunächst Kenntnisse und Wissen bei den Erzieherinnen und Erziehern in diesem Themenfeld voraus.

Berufliche Qualifizierung/Fortbildung

Für die Fortbildung der Erzieherinnen und Erzieher finden jährlich Seminare im Akademie-Natur-Info-Center Bietigheim-Bissingen zu etwa 7 Schwerpunkt-Themen statt. Weitere Seminare für Studierende der Fachschulen für Sozialpädagogik im Akademie-Natur-Info-Center Wartberg in Stuttgart vermitteln das Thema Wasser im Kindergarten.